Vogelschutz ist einfach, machen Sie mit!

Keine Tiergruppe genießt mehr Sympathie als die Vögel. Auch Sie können schon mit einfachen Mitteln und mit sehr geringem Aufwand viel für den Schutz unserer einheimischen Vogelarten erreichen.

Wer einen Garten hat, schafft mit einheimischen Gehölzen, Zonen des Wildwuchses und Komposthaufen Nahrung und Nistgelegenheiten. Wo alte Bäume und Gemäuer fehlen, sorgen Nistkästen für Abhilfe. Im Handel gibt es eine Fülle spezieller Modelle, zudem bieten Bücher und das Internet jede Menge Hilfe für den Eigenbau.

Es ist also gar nicht schwer, machen Sie mit! Zahlreiche Informationen und Tipps finden Sie beim BUND Bundesverband.
Wenn Sie Fragen haben oder uns Informationen zur Vogelwelt in den Landkreisen Lüneburg und Harburg mitteilen wollen, kontaktieren Sie uns gern.


Schutzschwerpunkt Haubenlerche

Foto: M. Würfel

Der Regionalverband Elbe/ Heide konzentriert seine Bemühungen zum Vogelschutz aktuell auf die Haubenlerche (Galerida cristata). Die Art mit ihrer charakteristischen Haube ist ein Bodenbrüter und als ehemaliger Steppenvogel auf lückige, niedrige Vegetation angewiesen. Die Tiere bewegen sich vor allem laufend am Boden fort und sind oftmals bei der Nahrungssuche auch in der Nähe von Menschen zu beobachten.

Die Haubenlerche ist eine streng geschützte Art, die in Niedersachsen sowie der gesamten Bundesrepublik Deutschland vom Aussterben bedroht und in der Roten Liste in Kategorie 1 eingestuft ist. In Niedersachsen ist der Bestand seit den 1960er Jahren um über 99% zurückgegangen, im Jahre 2005 ging man von weniger als 80 Revieren aus. Ein Aussterben der Art in Deutschland ist zu befürchten.

Das wollen wir verhindern. In Lüneburg sind noch mehrere Haubenlerchen-Brutpaare vorhanden, die in den letzten Jahren auch erfolgreich Jungtiere aufgezogen haben. Diese beobachten wir und versuchen, vorhandene Lebensräume zu sichern, zu optimieren und neue zu schaffen. Deshalb berät der BUND gemeinsam mit dem NABU die Lüneburger Universität, um eine haubenlerchengerechte Gestaltung der Freiflächen auf dem Campus an der Scharnhorststraße zu erreichen. Außerdem beziehen wir Stellung in Bauleitplanverfahren, weisen die Gemeinden auf vorkommende Brutpaare hin und achten darauf, dass ausreichend Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Sie können uns sehr helfen: Wenn Sie Haubenlerchen beobachten, informieren Sie uns doch bitte über Ort, Zeit und Anzahl der Tiere. Wenn möglich deren Aktivität. Denn nur wenn uns ein Vorkommen auch bekannt ist, können wir uns für den Schutz einsetzen. Und das geht umso besser, je aktueller und detaillierter unsere Informationen sind.



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